Unteres Mittelrheintal

» Gepostet von am Sep 13, 2012 in Wanderregion Rheinsteig | Keine Kommentare

Unteres Mittelrheintal

Der Rheinsteig im Unteren Mittelrheintal – Auf den Spuren der alten Römer

Ab Vallendar geht es über den Rheinsteig durch das Unteres Mittelrheintal langsam aber sicher ins Siebengebirge. Das Untere Mittelrheintal besticht noch einmal durch wunderschöne Weinberge und der Rheinsteig führt uns entlang des Flusses an Burgen und alten Römerstätten mit Holzpalisaden und Wachtürmen des Limes vorbei. Ab Unkel befinden wir uns dann im Siebengebirge. Meine Etappen für das Untere Mittelrheintal endet jedoch schon ein bisschen früher in Linz.

Es geht rechts am Westerwald vorbei, links von uns auf der anderen Rheinseite erstreckt sich die Eifel. Der Rheinsteig im Unteren Mittelrheintal von Vallendar nach Linz erreicht eine Streckenlänge von teuflichen 66,6 Kilometern und ist an manchen Stellen auch teuflich schwer. Die fünf Etappen Vallendar – Sayn, Sayn – Rengsdorf, Rengsdorf – Leutesdorf, Leutesdorf – Bad Hönningen, Bad Hönningen – Linz werden mit den Schwierigkeitsgraden mittel bis schwer eingestuft.

Die Sehenswürdigkeiten reihen sich auch in diesem Teil wie Perlen einer Kette aneinander und los geht es bereits im Kneipp- und Luftkurort Vallendar mit seinen schönen Fachwerkhäusern rund um den Rathausplatz. Der Rheinsteig führt uns aus der Stadt raus und weg vom Fluss. Hier laufen wir zum Teil auf alten Römerstraßen. Die Burg Sayn liefert einen herrlichen Blick bis zur Vulkaneifel. Unten am Schloss Sayn laden die Falknerei und der Schmetterlingsgarten zum Verweilen ein. Den Friedrichsberg hinauf durch einen Buchenwald am Neuwieder Zoo mit 1.500 Tieren in Freigehegen vorbei geht es nach Oberbieber und durchs Aubachtal. Zum Wingertsberg hinauf kann man dort im Gelände noch Spuren des Limes entdecken. Heute steht eine Rekonstruktions der Wehranlagen und eines Römerturms in der Nähe der Fundamente. Im 2. Jahrhundert n. Chr. wurden die hölzernen Wachtürme durch massive Steintürme ersetzt. Durch einen dichten Tannenwald geht es nach Rengsdorf. Der Rhein ist nun ziemlich weit weg von uns, aber die nächste Etappe von Rengsdorf nach Leutesdorf führt uns zurück an den Fluss. Auf dieser Etappe wechseln sich Wald und Wiesen ab, Täler und Bächer säumen den Weg bis wir in Leutesdorf angekommen sind. Das Städtchen ist die letzte “Riesling-Bastion”. In Richtung Bad Hönningen macht der Rheinsteig mal wieder seinem Namen alle Ehre. Es geht bergan, führt über einen Apfellehrpfad durch Streuobstwiesen, offene Wiesen und schließlich an Weinbergen entlang zu verschiedenen Straußenwirtschaften. Hier zeigt der Rheinsteig sein typisches Gesicht, hier ist es einfach schön. An der Ruine Hammerstein geht es bergauf und bergab an Bächen entlang nach Rheinbrohl und letztlich um das Städtchen herum in Richtung Arienheller. Hinter Arienheller am Caput Limitis begegnen wir wieder mal den alten Römern in der RömerWelt mit Erlebnismuseum, vielen Veranstaltungen und Außengelände. Wir kommen nach Bad Hönningen und wandern durch ein Wohngebiet, bevor wir Schloss Ahrenfels erreichen. Wir verlassen den Wald nach Ariendorf und kommen auf offene Wiesen und Felder. Hier beginnt der Abstieg nach Leubsdorf, früher ein Winzerdorf mit langer Tradition, aber heute erinnern nur vereinzelt ein paar Weinreben daran. Wir wandern entlang des Fluss nach Dattenberg hinein. Auf schmalen Wegen geht es weiter nach Linz und die Kleingärten und Häuser sind Vorboten des schönen Städtchens.

Der Rheinsteig ist an manchen Stellen steil und ein wahrer Steig. Konditionell gesehen sind diese Etappen durchaus eine Herausforderung, aber der Erlebnis- und Erholungswert dafür unbeschreiblich. Geschichtsträchtig und schön, reich an Natur und Vielfalt. So lässt es sich gut wandern!

 

Foto: © Udo Kruse – Fotolia.com

 

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