Kulturufer in Bingen

» Gepostet von am Jan 17, 2014 in Tipps & Tricks | Keine Kommentare

Kulturufer in Bingen

Alles nur Kultur, oder was?

Auch wenn Wandern hauptsächlich Bewegung an der frischen Luft und durch Natur und Landschaften bedeutet, so kann Kultur durchaus Teil einer Wandertour sein. Wer in Rüdesheim seine Wandertour beginnt oder beendet, sollte ein wenig mehr Zeit einplanen, um einen Abstecher nach Bingen zu machen. Der Ort auf der anderen Rheinseite hat mehr als nur Historisches zu Hildegard von Bingen, der Burg Klopp und dem Mäuseturm zu bieten.

Alle Stunde bringt die Personenfähre Besucher von Rüdesheim nach Bingen. Und dann ist man auch schon da – am Kulturufer Bingen. Das Gelände zwischen Autofähranleger und den ehemaligen Gleisanlagen am Rheinufer wurde 2008 für die Landesgartenschau Rheinland-Pfalz vollständig neu gestaltet. 1,3 Millionen Menschen besuchten damals die Landesgartenschau. Eine Zahl, die die Erwartungen deutlich übertraf. Aber was macht man mit einem Landesgartenschau-Gelände, wenn die Gartenschau zu Ende ist? Eine Frage, die alle Orte und Gemeinden von Landes- oder Bundesgartenschaus im Anschluss beantworten müssen. Bingen vermarket das Gelände seit 2010 als Kulturufer, das landschaftliche, gartenbauliche, architektonische und kulturelle Akttraktionen miteinander verbindet.

Im Hafenpark und der Gartenstadt kann man Partnerschaftsgärten und einen japanischen Zierkirschenhain besuchen. Der Industriekran steht für die ursprüngliche Nutzung des Hafens. Der alte Rheinkran von 1487 ist ein hölzerner Turmtretkran und bildet den Übergang zur Hindenburganlage. Dieser Teil des Kulturufers ist eine denkmalgeschützte Parkanlage, in der sich alter Baumbestand befindet. Außerdem sind hier das ehemalige Zollamt, der Englische Rosengarten, der Kinderspielplatz “Rheinkahn”, eine Vinothek, die Dichterkabinette und die Schiffsanleger. Die Dichterkabinette dokumentieren die Rheinromantik des 19. Jahrhunderts und aufgrund der baulichen Begebenheiten ist hier ein “Sich-Zurückziehen” in die Epoche der Rheinromantik sehr gut möglich. Führungen zu dieser Freiluft-Dauerausstellung werden außerdem angeboten. Weiter geht es in den Abschnitt Rhein-Nahe-Eck. Besucher finden hier das Rheintal-Kongresszentrum, das Museum am Strom und den Hildegarten. Mit Blick auf Mäuseturm, Niederwalddenkmal und Ruine Ehrenfels bietet das Museum am Strom 2000 Jahre Geschichte zum Anfassen mit vier Dauerausstellungen zu Hildegard von Bingen, der Rheinromantik, der Binger Stadtgeschichte und dem weltweit einmaligen römischen Ärztebesteck. Der letzte Teil des Kulturufers ist der Park am Mäuseturm, unter anderem mit großen Wiesenflächen, Möglichkeiten für Sport, Skaten und Spielen, einem Stellwerk zu Mensch, Natur und Technik und der Open-Air-Bühne.

Mit ihrem Kulturuferfest immer am ersten Sonntag im Juli feiern die Bingener mit den Besuchern der Stadt dieses wunderbare Konzept. Es gibt viel zu sehen, zu entdecken und zu erleben am Rheinufer in Bingen. Kommen Sie doch mal vorbei.

 

 

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