Umweltschonendes Wandern

» Gepostet von am Jan 13, 2014 in Wandern | Keine Kommentare

Umweltschonendes Wandern

Auch Mutter Natur braucht Freiräume

Wandern ist toll! Ausrufezeichen. Für mich allein deshalb, weil es Zeit an der frischen Luft und in der Natur bedeutet. Endlich kann ich meinen Blick schweifen lassen und in die Ferne sehen. Das meine ich noch nicht einmal metaphorisch, sondern ganz wörtlich. Ich baue Stress ab, kann den Kopf ausschalten und mich an den Dingen erfreuen, die die Natur für mich bereit hält. Vögel zwitschern, Schmetterlinge flattern durch die Luft (zumindest in den wärmeren Jahreszeiten), das eine oder andere Wildtier ist zu sehen und am Wegesrand blühen herrliche Blumen. Einfach schön!

Um so mehr ärgert es mich, wenn ich Müll in der Natur rumliegen sehe. Oder wenn sich so genannte Naturfreunde lautstark durch den Wald bewegen. Oder wenn Hobby-Tierforscher sich den Tieren störend nähern, anstatt sie mit ihren Super-Teleobjektiven mit Abstand zu beobachten und zu fotografieren. Ein Beispiel: Mein Mann und ich waren vor einigen Jahren im Naturschutzgebiet Pantanal in Brasilien und sind dort auf eine Gruppe von Hobby-Ornithologen gestoßen. Für sie waren wir nur blöde Touristen, die keine Ahnung von der örtlichen Fauna und Flora haben und gerade mal einen Papagei erkennen. Richtig, viele der Tiere – insbesondere der Vögel – (er)kannten wir nicht. Aber im Gegensatz zu den Hobby-Ornithologen haben wir uns trotz unserer Wissenslücken ruhig und leise durch das Naturschutzgebiet bewegt und konnten so die Tiere lange mit Abstand beobachten. Das ging immer so lange gut, bis die Gruppe aufkreuzte und die Tiere vertrieb, weil sie sich entweder zu laut unterhielt oder aber den Tieren zu nah kam und sie so erschreckte. Schade, diese Menschen hätten es doch eigentlich besser wissen müssen.

Egal, ob im Naturschutzgebiet in Brasilien oder hier: Es gibt ein paar Verhaltensregeln, wie wir durch wundervolle Gebiete wandern können, ohne die Natur zu belasten. Viele der Verhaltensregeln sollten selbstverständlich sein, wie beispielsweise seinen Müll nicht rumliegen zu lassen, sondern ihn entweder in den entsprechenden Abfallbehältern zu entsorgen oder aber, wenn keine vorhanden sind, ihn bis zum nächsten Mülleimer mitzunehmen. Zudem möchte ich doch beim Wandern auch die Ruhe der Natur genießen und verhalte mich entsprechend leise. Ich will niemanden stören, nicht die Tiere noch die anderen Wanderer, denen ich vielleicht begegne. Ich bleibe auf den ausgewiesenen Wegen, nicht nur, weil ich sonst vielleicht seltene Pflanzen zertrete oder aber Kleintiere störe, sondern weil es auch gefährlich sein kann, wenn ich mich abseits der Wege bewege. Ich erfreue mich an den Pflanzen, die ich sehe und lasse sie stehen, damit auch andere sich an ihnen erfreuen können und die Pflanzen eine Chance haben, sich weiter zu verbreiten. Ich leine meinen Hund an, damit auch er auf dem Weg bleibt, nur dort seine Duftnote hinterlässt, keine Pflanzen zerstört und nicht die Tiere aufstöbert und erschreckt. Diese Verhaltensregeln allein sind gesunder Menschenverstand. Klar sollte auch sein, dass ich kein Feuer lege, also keine brennenden Zigarettenstummel wegschmeiße oder Glasscherben liegen lasse, die in der Sonne wie Brenngläser wirken. Und nein, ich bade auch nicht in Gewässern, die ich nicht kenne, weil auch das gefährlich sein könnte und die Natur (zer)stört. Daneben ist auch Campen und Zeltlagern oftmals nicht erlaubt – aus gutem Grund.

Diese Verhaltensregeln einzuhalten ist nun wirklich nicht schwer. Mutter Natur braucht ihre Freiräume und Schonung, nur so können wir uns an ihr erfreuen und sie genießen. Also geben wir ihr doch ihre Freiräume, respektieren und schonen sie. Das tut ihr gut und uns auch!

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