Kamp-Bornhofen – Braubach

» Gepostet von am Jul 13, 2013 in Wandern | Keine Kommentare

Kamp-Bornhofen – Braubach

Zweimal um 180 Grad

Was für ein Wetterchen! Endlich, endlich Sommer! Und es soll erst einmal so schön bleiben! Da lohnt es sich doch, am Wochenende einen Ausflug an den Rhein zu machen. Ein Ausflug an den Rhein lohnt sich eigentlich immer, aber bei Sonnenschein ist es gleich noch ein bisschen schöner dort. Für Wanderbegeisterte wie mich ergibt es sich vielleicht die Möglichkeit, die Etappe von Kamp-Bornhofen nach Braubach zu erobern.

Die Strecke ist knapp 17 Kilometer lang und gilt als schwer. Geübte Wanderer schaffen die Etappe in weniger als sechs Stunden. Wir beginnen die Tour in Kamp-Bornhofen am Aussichtspavillon mit Blick auf das gegenüberliegende Boppard und machen uns den steilen Serpentinen-Weg hinunter nach Filsen. Der Rhein macht hier bei Filsen und Osterspai  eine 180 Grad-Wendung von West nach Ost und wie eine kleine Halbinsel ragen Filsen und Osterspai in den Fluss hinein. Es ist ein wunderschöner Anblick! Filsen selbst besticht durch seine vielen Fachwerkhäuser. Es ist nicht weit nach Osterspai, das mit seiner kleinen Burg und den Fachwerkhäusern ebenso ein hübsches Städtchen ist. Oberhalb von Osterspai thront das Jagdschlösschen Liebeneck. Es ist in Privatbesitz und kann nicht besucht werden.

Aber zurück zum Rheinsteig. Und der wäre nicht derselbige, wenn es nicht wieder schön bergan und wieder bergab ginge. Wir passieren den Hexenköpfel, wo im Mittelalter vermeindliche Hexen verbrannt wurden, und zum Teil befinden wir uns auf dem alten Pilgerweg zum Kloster Bornhofen. Es ist herrlich hier! Auch wenn es anstrengend ist. Wir wandern bereits entlang der zweiten Rheinschleife – diesmal von Ost nach West, schließlich will Vater Rhein vorbei an Köln nach Holland – und weiter geht es zum Sauerbrunnen. Zuvor wird es noch viel anstrengender, denn wir müssen den Dinkelholder Berg erklimmen. Yippieh! Aber die Aussicht entschädigt für alles! Hinunter ins Tal zum Sauerbrunnen mit einer Rast geht es schon fast fliegend. Holen wir am Sauerbrunnen Luft, denn die brauchen wir auch. Es geht bergauf, mal wieder, nun, Rheinsteig eben.  Der Rheinsteig führt uns hinab über Serpentinen und schmalen Pfaden zur Marksburg und hier endet unsere Tour.

Die Marksburg ist eine wunderschöne Höhenburg, die als einzige am Rhein nie zerstört wurde! Sie ist eine Reise ins Mittelalter und einen Besuch absolut wert. Die Burgschänke lädt zum Erholen nach dieser anstrengenden Wanderung ein.

 

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