Wanderapotheke

» Gepostet von am Jul 1, 2013 in Tipps & Tricks | Keine Kommentare

Wanderapotheke

Heile, heile Gänsje…

..es is bald widder gut, / Es Kätzje hat e Schwänzje / Es is bald widder gut, / Heile heile Mausespeck / In hunnerd Jahr is alles weg.

Einige von Ihnen mögen diesen Kinderreim als vertonten Fastnachtsvortrag von Martin Mundo beziehungsweise Ernst Neger kennen. Ich kenne diesen Reim von meiner Mutter, den sie mir immer aufsagte, wenn ich mir als Kind weh getan habe (oder glaubte, mir weh getan zu haben). Das obligatorische Pusten auf die vermeindliche Wunde oder die Erstvorsorgung durch ein Pflaster war selbstverständlich Teil des ganzen Heilungsprozesses. Heute versorge ich meinen Wunden selbst, meistens jedenfalls und insbesondere dann, wenn ich neue Schuhe einlaufe, die Sonne scheint und Stechmücken blutsaugend um mich herumschwirren. Sie ahnen, was jetzt kommt: Was gehört wohl alles in eine Wanderapotheke?

Nun, dass man neue Wanderschuhe nicht erst auf einer Ganztages-Wandertour einläuft, versteht sich wohl von selbst. Dennoch, Blasen und aufgescheuerte Stellen kann man sich immer laufen. Außerdem kann es auch immer mal passieren, dass man abrutscht und sich das Knie oder die Handflächen aufgeschlägt oder Kratzer von einer Hecke abbekommt. Pflaster, Blasenpflaster und Schere sind also Pflicht und nehmen keinen Platz im Wanderrucksack weg. Darüber hinaus machen elastische Binden bzw. eine Verbandpatrone und Wundauflagen Sinn, um auch größere Wunden versorgen zu können. Eine kleine Flasche Desinfektionsmittel bei kleinen Hautverletzungen und -infektionen passt ebenso in den Wanderrucksack.

Wer wie ich zu Sonnenbrand neigt und noch dazu gerne von Mücken malträtiert wird, der verlässt das Haus sowieso nicht ohne entsprechenden Schutz. Doch Sonnenbrandgefahr herrscht auch bei bewölktem Wetter und neben Sonnenhut, Mütze, Bandana oder Ähnlichem sollte eine Sonnencreme in jeder Wanderapotheke vorhanden sein. Wen es doch erwischt, der kann sich mit einem entsprechenden Gel erstversorgen, vorausgesetzt er hat ein solches Präparat im Rucksack. In meiner Apotheke sind darüber hinaus auch grundsätzlich Anti-Insektensprays gegen Mückenstiche und Zecken sowie ein Gel oder eine Lotion gegen die Stiche, denn irgendein Insekt beißt mich immer. Einen Lippenbalsam sollte man ebenso dabei haben, nicht nur, weil er auch meistens vor UV-Strahlen schützt, sondern weil trockene und rissige Lippen wirklich unangenehm sind.

Last but not least kann man sich insbesondere bei längeren und mehrtägigen Touren Durchfalltabletten sowie schmerzlindernde und fiebersenkende Tabletten in den Rucksack stecken. So ein Durchfall kann schneller kommen als man denkt und schmerzlindernde Mittel sind auch nie verkehrt.

Nichts davon ist schwer und nimmt viel Platz im Rucksack weg. Hinterher ärgert man sich nur, dass man etwas nicht dabei hat, also besser von Anfang an mitnehmen. Ansonsten denken Sie daran: in hunnerd Jahr is alles weg. Gute Tour!

 

 

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>