Wandern mit GPS-Gerät

» Gepostet von am Okt 15, 2012 in Tipps & Tricks | Keine Kommentare

Wandern mit GPS-Gerät

GPS-Geräte: Das Navi zum Wandern

Wir kennen sie alle, diese kleinen, schicken Navigationsgeräte, die man früher nur in teuren Luxuslimousinen sah und die wir heute auch als kleine mobile Geräte für die Windschutzscheibe oder als Navi-App auf unserem Smartphone kennen. Navis sind praktisch, zeigen sie uns doch den Weg mit unserem Auto zum Beispiel durch den Großstadtdschungel. Aber mit einem solchen Navi wandern? Geht das überhaupt? Wie funktionieren solche GPS-Geräte? Und macht es Sinn, sich so eines anzuschaffen? Diese und weitere Fragen wollen wir hier klären.

Bevor ich näher auf die Details eines GPS-Gerätes speziell für das Wandern eingehe, möchte ich erst einmal erklären, was GPS eigentlich genau heißt und wie es funktioniert. GPS ist die Abkürzung für Global Positioning System. In der Umlaufbahn der Erde befinden sich mindestens 24 Satelliten, die ständig Signale zur Erde schicken. Ein GPS-Gerät empfängt diese Signale und in dem Moment, wo das Gerät Sichtkontakt zu mindestens vier (besser aber sechs) Satelliten hat, kann die Position des Gerätes auf der Erde bestimmt werden. Wenn Sie als im Besitz eines Smartphones mit integriertem GPS-Empfänger sind und Sie eine Navi-App auf Ihrem Handy haben, dann können Sie sich auf der Karte Ihren derzeitigen Standort anzeigen lassen. Das ist am eigenen Wohnort nun vielleicht wenig sinnvoll, aber in einer Stadt, in der man sich nicht auskennt, kann das schon sehr hilfreich sein. Diese Ortung des eigenen Standorts funkioniert natürlich auch außerhalb der Stadt. Die digitalen Karten auf den Navis oder Smartphones sind mit verschiedenen Funktionen und Algorithmen ausgestattet und können daher von A nach B navigieren. Mit einem Navigationsgerät für das Auto wandern zu gehen, ist jedoch wenig ratsam. Denn die Kartendaten und deren Algorithmus sind auf den Straßenverkehr ausgerichtet und berücksichtigt daher nur für Autos zugängliche Wege. Wanderwege zählen dazu nicht.

Ein Wander-GPS-Gerät ist daher extra mit TOPO-Karten ausgestattet. Es gibt unterschiedliche Anwendungen mit einem solchen Gerät. Selbstverständlich kann es Sie navigieren. Sie können also einen Zielort eingeben und den vom Gerät angezeigten Weg wandern. Sie können aber auch Ihren Weg während der Wanderung vom Gerät aufzeichnen (zu neudeutsch “tracken“) lassen. Das ist insofern sinnvoll, wenn man bespielsweise wegen schlechten Wetters umkehren muss. Dann wählt man im Menu die Funktion “track back” und läuft entlang der gespeicherten und im Display sichtbaren Linie zurück zum Ausgangspunkt der Tour. Darüber hinaus lassen sich auch Wegpunkte markieren, mit Namen und/oder Symbolen versehen und so auf der Route markante Geländeformen, Hütten oder Wegekreuzungen zu besseren Orientierung aufzeichnen. Und selbstverständlich können alle GPS-Geräte die eigene Position, die Höhe, Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit, die zurückgelegten Entfernung und die dafür benötigte Zeit anzeigen.

Von der Autonavigation weiß ich wie angenehm so ein Navi ist. Für das Wandern wäge ich jedoch ab, ob ich ein Wander-GPS-Gerät brauche oder ob ich mich auf die Wegweiser verlasse. Egal ob mit oder GPS-Gerät, eine Wanderkarte sollte man sowieso immer im Rucksack haben. Denn auch die Navis für die Wanderung sind nicht ohne Tücken. Hat das Gerät keine ausreichende Sicht zu den Satelliten, dann kann es den aktuellen Standort nicht orten. Wer sich verlaufen hat, der kann dann also nicht mehr geortet und so auch nicht zu seinem Ziel geleitet werden. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass die Akkus voll geladen sind, bevor man seine Wanderung beginnt. Man sollte auch voll aufgeladene Akkus mitnehmen, für den Fall der Fälle versteht sich. Das heißt aber nicht, dass einem das Gerät nicht auch mal aus der Hand fallen und kaputt gehen kann. Eine Wanderkarte im Rucksack gehört somit zur Grundausstattung! Bei allen Risiken und Nebenwirkungen, die die Nutzung eines solchen Gerätes mit sich bringt: Wer nicht gut Karten lesen kann, der sollte besser dieses technische Hilfsmittel verwenden. Und im Notfall kann eine Rettungsmannschaft darüber gerufen werden, die einen dann auch entsprechend orten und schneller finden kann.

Und noch ein weiterer Aspekt sei noch erwähnt. Man kann seine persönliche Wanderroute über den Computer hochladen und mit anderen Wanderern teilen. So findet man selbst vielleicht auch mal eine Wanderroute, die einem gefällt und entdeckt so neue Wege, Gegenden und Ortschaften. Wie daraus eine Schatzsuche wird, das erzähle ich aber ein anderes Mal.

Viel Spaß bei der nächsten Tour – vielleicht mit GPS-Gerät!

 

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