Wandern mit Hund

» Gepostet von am Apr 14, 2014 in Wandern | Keine Kommentare

Wandern mit Hund

Des Menschen bester Freund…

…ist der Hund. Unser geliebter Begleiter in allen Lebenslagen lebt bei uns Menschen seit vermutlich mehr als 30.000 (!) Jahren. Auch ich habe einen solchen treuen Vierbeiner, der fast immer an meiner Seite weilt, insofern das möglich ist. Das Größte für uns beide sind doch die gemeinsamen Erlebnisse, egal ob auf dem Hundeplatz oder bei einer Wanderung. Auch wenn mein Hund momentan schlafend auf seinem Kissen liegt und vermutlich von Leckerlies und anderen Hunden träumt, so liebt er es doch sich zu bewegen. Alle Hunde laufen und bewegen sich gern. Wer als Mensch also ganz allgemein Freude an Bewegung und im Speziellen Freude an Wandertouren hat, für den ist ein Hund ein perfekter Partner, insofern auch täglich Zeit für das Tier ist.

Der Frühling hat diese Jahr nicht lange auf sich warten lassen und so lockt die Sonne ins Freie. Wer über den Winter eine Wanderpause eingelegt hat, für den beginnt jetzt die Saison. Wanderer mit Hund sollten aber ein paar Dinge beachten. Zu erst gilt, nicht nur sich selbst auf längere Wanderungen vorzubereiten und zu trainieren, sondern auch den Hund. Denn der Hund muss ebenso erst Kondition und Muskulatur aufbauen, bevor er den Menschen auf einer Halb- oder Tagestour begleiten kann. Fangen Sie also klein an und trainieren Sie nicht nur Ihre Ausdauer und die des Hundes in Bezug auf die Länge, sondern auch in Bezug auf Höhe und unterschiedlichem Gelände. Im Übrigen sind nicht alle Hunde für Wanderungen geeignet. Hunde mit Herz- oder Gelenkproblemen, ältere Tiere, deren Kreislauf vielleicht nicht mehr so mitmachen, aber auch Welpen und Junghunde, deren Skelett noch nicht vollständig ausgebildet sind, sollten auf lange Wanderungen besser verzichten. Hündinnen während der Hochphase der Läufigkeit sollten den Menschen ausnahmsweise einmal nicht bei einer Wandertour begleiten. Mittelgroße, gesunde Hund ab 12 Monaten sind für Eintages- oder Mehrtages-Wandertouren am Besten geeignet.

Sind Größe, Gesundheitszustand, Alter und Training kein Thema, so bleibt noch der Gehorsam. Der ist wichtig, immer. Und damit mich hier niemand missversteht: Ich meine mit Gehorsam nicht militärischen Drill und ein Abrichten zur bedingungsloser Folgsamkeit mit gebrochenem Willen, sondern einen wohlerzogenen Hund, der auf sein Herrchen oder Frauchen hört, wenn man ihn ruft und man ihm eine Anweisung gibt. Gerade bei einer Wanderung ist der Rückruf besonders wichtig. Niemand möchte, dass der Hund anderen Wanderern oder Wildtieren hinterher rennt und entweder am Schnürsenkel zerrt oder für Stunden verschwunden ist, weil er “Beute” machen möchte. Das geht nicht. Daher: Der Hund sollte auf sein Rückruf direkt hören. Zudem sollte der Hund ordentlich an der Leine laufen können, denn ein ständiges Ziehen und Zerren macht niemandem Spaß. Wer sich nun fragt, warum ein Hund bei einer Wanderung an der Leine laufen sollte, dem sei gesagt, dass Hunde in Naturschutzgebieten immer an die Leine gehören. Sie sollen auf dem Weg bleiben, damit sie die Pflanzen nicht zerstören und Wildtiere in Ruhe lassen. Und auf dem Weg bleiben können Hunde nun mal am Besten an der Leine.

Sozialisierte, folgsame Hunde sind eine Freude, denn ihnen kann man die größtmögliche Freiheit zugestehen. Das ist sehr entspannend für Mensch und Hund. Dennoch kann der Hund die Gefahren eines Geländes nicht immer von allein einschätzen, deshalb sollte man darauf achten, dass der Hunde bei alpinen Wanderungen entweder von sich aus sehr trittsicher ist oder aber man solches Gelände vermeidet. Allgemein sollte man die Routen auch für seinen Hund gut vorplanen, Gelände so einschätzen, dass der Hund nicht abstürzen kann” und genügend Pausen einrechnen. Dabei ist klar, dass auch der Hund ausreichend Wasser braucht, wenn er auf dem Weg keine Gelegenheit hat, aus klaren Bächen oder Seen zu trinken. Und über ein paar Leckerlies oder eine “Extra-Wurst” freut sich sowieso jeder Vierbeiner.

Schnappen Sie sich also Ihren Vierbeiner und gehen Sie auf Wandertour. Sie werden sehen, wie viel Freude das bereiten kann. Und von den gemeinsamen Erlebnissen werden Sie und Ihr Hund noch lange erzählen.

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